Runter von der Bank – rein in die Sachwerte

Auf der Suche nach echten Alternativen zu Negativzinsen: Was wir aus der Greensill-Insolvenz lernen können

»Uns ging es bei der Anlage vor allen Dingen um Sicherheit und darum, dass möglichst keine Steuergelder durch Negativzinsen verloren gehen«, zitiert eine dpa-Meldung (1) vom 9. März den Geschäftsführenden Direktor der Kölner Bühnen, Patrick Wasserbauer. Dem kommunalen Unternehmen droht der Verlust von 15 Mio. Euro, die es bei der Greensill Bank angelegt hatte – ebenso wie viele andere Unternehmen, Kommunen (2) und private Sparer. Letztere werden wohl glimpflich davonkommen, erstere nicht: Denn »während Einlagen der Sparer bis 100.000 Euro im Rahmen der gesetzlichen Einlagensicherung abgesichert sind, sieht es für höhere Einlagen anders aus«, stellt das Portal  tagesgeldvergleich.net fest: »Hier haben einige Kommunen und städtische Unternehmen Millionen Euro im Feuer, um die sie nun bangen, denn seit dem 1. Oktober 2017 sind ihre Einlagen nicht mehr von der freiwilligen Einlagensicherung des Bundesverbandes Deutscher Banken geschützt.« (3)

Das Geld verliert seinen Wert

Doch trotz dieser sicheren Geldvernichtung halten die Deutschen immer noch Milliarden-Summen unverzinst auf ihren Giro-, Tagesgeld- oder Sparkonten. Dabei wäre es wirklich an der Zeit, das Geld weg von der Bank zu bringen. Bei größeren Summen erst recht, denn über 100.000 € gibt es keine Einlagensicherung.  Einige Banken schlagen sogar bereits ab 50.000 € zu. Zusätzlich vermindert sich der reale Geldwert um die Inflationsrate. Diese lag für 2020 Corona-bedingt bei 0,5 %, schnellte im Januar aber bereits auf 1 %. D. h. der reale Wert der Guthaben sank um 1 – 1,5 %.

Die Alternativen liegen im zukunftsträchtigen Markt nachhaltiger Geldanlagen

Die gute Nachricht: Es bestehen ausreichend Alternativen, die statt einem sicheren Verlust eine positive Rendite bieten. Auch wenn diese Rendite mit einem gewissen Risiko verbunden ist. Dem gegenüber stehen jedoch die Risiken für Umwelt, Klima und Gesellschaft, die man mit Geldanlagen in klimaschädliche und ethisch fragwürdige Projekte eingeht. (s. u.: Chancen und Risiken nachhaltigen Investierens).

Betrachten wir im Folgenden, was die Kapitalmärkte an Alternativen zu bieten haben. Dabei soll der Fokus auf dem zukunftsträchtigen Markt der nachhaltigen Geldanlagen und Sachwerte liegen. Mögliche Bereiche und Projekte für solche grünen Investitionen mit Wirkung und Zinsen sind zum Beispiel:

  • sozial und ökologisch nachhaltige Immobilien
  • Erneuerbare Energien: Solarparks und Windkraftanlagen
  • E-Mobilität: Speichertechnik und Lade-Infrastruktur
  • Wald- und Bauminvestments
  • Social Investments in Entwicklungshilfe

Grüne Rente und Fondspolicen

Alternativen gibt es auch im Bereich der finanziellen Vorsorge: zum Beispiel über ein Sachwertinvestment in erneuerbare Energien im Versicherungsmantel. Eine solche Anlage kombiniert die steuerlichen Vorteile eines Lebens- bzw. Rentenversicherungsvertrags mit den positiven Eigenschaften einer Investition in produktive Sachwerte. Ab mindestens zwölf Jahren Laufzeit und einem Endalter von 62 bei Leistungsbeginn greift das sogenannte Halbeinkünfteverfahren: Bei einer Kapitalauszahlung müssen die Erträge nur zur Hälfte versteuert werden und Renten nur mit dem niedrigen Ertragsanteil. Zusätzlich fällt auf Erträge während der Laufzeit keine Abgeltungsteuer an. Gleichzeitig liefern die EEG-Investments im europäischen Raum eine ordentliche und gut planbare Rendite. So verzinste sich der interne Fonds eines führenden Anbieters in 2020 z. B. um 6 % (nach Kosten).

Auch wer lieber direkt in Investmentfonds investiert, sollte einen Blick auf passende Versicherungslösungen lenken, so bieten diese Vorteile gegenüber einem Wertpapier-Depot. Fondspolicen ermöglichen den Kauf der Investmentfonds meist ohne Ausgabeaufschläge und Depotgebühren. Rückvergütungen an den Versicherer landen, aufgrund der gesetzlichen Regelungen, zu mindestens 90 % als Überschüsse bei den Kunden. Die genannten Steuervorteile greifen selbstverständlich auch hier. Für beide genannten Typen der Versicherung gilt: während der Laufzeit sind Zuzahlungen und Entnahmen möglich. D.h. bei zwischenzeitlichem Geldbedarf bleibt man stets flexibel.

Chancen und Risiken nachhaltigen Investierens

Wenn es sich nicht um ein Direktinvestment handelt, beinhalten solche Sachwertinvestitionen in Form von Anleihen, Aktien, Nachrangdarlehen oder KG-Beteiligungen immer mit ein mehr oder weniger großes Risiko für den Anleger. Dieses finanzielle Risiko sollte jedoch immer einem anderen Risiko gegenübergestellt werden, und zwar dem der Folgen einer Investition für Klima- und Umweltschutz. Denn im Sinne der Nachhaltigkeit geht es auch bei der Geldanlage um zukünftige Risiken, die die folgenden Generationen zu tragen haben; aber auch um akute Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen und wirtschaftlichen Chancen nachhaltig orientierter Unternehmen.

Kommt Corona dem Trend zur nachhaltigen Geldanlage in die Quere?

Ganz und gar nicht: »Vielleicht verstärkt die Pandemie sogar den Trend, bevorzugt in grüne und nachhaltige Fonds anzulegen«, schrieb bereits im Mai 2020 Ali Masarwah von Morningstar im Magazin »Rendite«. Und der Markt wächst. Allein 2019 investierten Privatanleger 18,3 Milliarden Euro in entsprechende Produkte, wie der letzte Marktbericht des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG) zeigt. Das entspricht einer Wachstumsrate von 96 Prozent. 2018 lag diese Summe noch bei rund 9,4 Milliarden Euro. Dass die Zahlen für 2020 schlechter ausgefallen sind, ist kaum zu erwarten.

Nachhaltigkeit als Basisfaktor für Geldanlage

Das Kriterium Nachhaltigkeit entwickelt sich deshalb zunehmend vom zusätzlichen Argument, welches das alte magische Dreieck der Geldanlage in einem Viereck ergänzt, zur Basis für jede Geldanlage, der die anderen drei Kriterien folgen (s. Grafik). Und das Argument, nachhaltige Geldanlagen brächten keine oder kaum Rendite, ist längst durch zahlreiche Studien widerlegt. Mehr Informationen zum Thema bietet der Ratgeber »Wo der Euro den Boden berührt – nachhaltig anlegen, aber wie?« Das PDF ist kostenlos bestellbar unter www.nachhaltig-anlegen.de.

Und wie soll es nun weitergehen mit Ihrem Geld?

Wenn Sie als Unternehmen oder Stiftung eine größere Summe langfristig anlegen wollen, bietet die 7x7invest AG Ihnen die Möglichkeit individualisierter Sachwert-Konzepte. Dafür steht Ihnen als Ansprechpartner der Vorstand der 7x7invest AG, Andreas Mankel, persönlich zur Verfügung: Fon. 0228-377-273-20 · E-Mail: info@7x7invest.de.

Wenn Sie Ihr Geld, das auf dem Konto liegt, nachhaltig in Sachwerte investieren wollen, stehen Ihnen die »Fachberater für Nachhaltiges Investment« der 7x7finanz GmbH beratend zur Seite

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Quellen:
(1) dpa, zitiert aus: General-Anzeiger Bonn, 9.3.2021: Kölner Bühnen haben falsch investiert
(2) Die Welt, 10.03.2021: Greensill Bank – weitere Kommunen bangen um Einlagen
(3) Quelle: https://www.tagesgeldvergleich.net/veroeffentlichungen/insolvenz-greensill-bank.html#sparer

Bild: Shutterstock|Krakenimages.com

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